Planungsaufgaben und technische Beschreibung
Aufgrund von Feuchteproblemen im Sockelbereich und der
wirtschaftlichen Situation des Bauherrn wurde von uns ein
preisgünstiges Bauteiltemperiersystem zum Bauwerksschutz
vorgeschlagen, das gleichzeitig zur Beheizung der Kirche
verwendet werden kann. In den Wandbereichen wurde ein Wärmeverteilungssystem
aus Kupferrohren (Temperieranlage) installiert. Es erfolgte
eine Aufteilung in zwei Versorgungstrassen, wobei die untere
Versorgungstrasse im Sockelbereich im Dauerbetrieb zur Grundtemperierung
und Trockenhaltung der Kirche verwendet wird. Die obere
Versorgungstrasse wird mit einem Raumthermostaten bedarfsorientiert
zugeschaltet. Die Zuschaltung kann entweder manuell oder
jedoch mit einer Zeitvorgabe erfolgen (Uhrenthermostat).
Die Temperieranlage kann eine Beheizung der Kirche im Auslegungsfall
auf ca. 10 - 12 °C sicherstellen.
Die Wärmeversorgunganlage wurde im Pfarrhaus installiert,
so dass für das gesamte Objekt (Pfarrhaus, Pfarrheim
und Kirche) nur noch eine Wärmeversorgungsanlage notwendig
wurde. Anstatt der veralteten Ölheizung im Pfarrhaus
wurde eine dem Stand der Technik entsprechende Gas
Brennwert Kaskade mit einer Gesamtheizleistung von
100 kW installiert. Der Kamin der bisherigen Kirchenheizung,
in direkter Ansicht der Kirche konnte daher abgebrochen
werden. Ebenso konnte der vorhandene Erdgasanschluß
in der Kirche zurückgebaut werden
Die Bauteiltemperierung in der Kirche wurde mit 30 kW angesetzt
(Luftheizung vorher über 100 kW!)
Bei der Projektierung der Gesamtanlage wurde auf eine möglichst
einfache Anlagentechnik geachtet, die auch mit geringen
Kenntnissen in der Heizungstechnik bedient werden kann.
So wurde auf zentrale DDC Regelungseinrichtungen
und dergleichen verzichtet
Technische Daten